Rückblick

Operncafé zu »La Forza del Destino«

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Das Operncafé zu »La Forza del Destino« am Samstag, 25. April, im 1. Foyer des Kieler Opernhauses begeisterte das Publikum. Regisseurin Alexandra Liedtke gelang es, den komplexen Inhalt der Oper in wenigen Minuten zu vermitteln – mit humorvollen Akzenten, aber stets die Dramatik betonend. Das Publikum dankte ihr mit herzlichem Applaus.

Liedtke stellte die Geschichte von Liebe, Tod, Flucht und Vergeltung in einen zeitgenössischen Kontext: Sie thematisierte die Dynamik des Krieges und dessen Auswirkungen auf das Schicksal des Einzelnen. Zur Veranschaulichung der Entmenschlichung zeigte sie Soldatenbilder des Malers Georg Baselitz. Die Regisseurin, die bereits 2022 mit ihrer Otello-Inszenierung gefeiert wurde, präsentierte damit ihre neue Interpretation einer großen Verdi-Oper.

Die musikalische Leitung hatte Felix Pätzold, stellvertretender Generalmusikdirektor und 1. Kapellmeister. Er begleitete die Solisten am Flügel und führte das Publikum in die Komposition und Bedeutung des Schicksalsmotivs ein.

Höhepunkt des Nachmittags waren die musikalischen Kostproben: Zarina Abaeva überzeugte mit Leonoras Arie „Pace, pace, mio…“ und erntete viel Beifall. Andeka Gorrotxategi berührte mit seiner Tenorstimme in Don Alvaros Arie „O tu che in seno agli angeli“, begleitet von Soloklarinettist Igor Armani.

Durch die Veranstaltung führte Dramaturg Ulrich Frey mit gewohntem Witz und Sachverstand.

Die Premiere von »La Forza del Destino« ist am 9. Mai um 19 Uhr.

In Zusammenarbeit des Theater Kiel mit der Gesellschaft der Freunde des Theaters in Kiel e.V.