Rückblick

VorOrt "Der Sandmann"

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Kindheitstraumata, Alchemie und die schmale Grenze zwischen Realität und Fantasie: E.T.A. Hoffmanns Erzählung »Der Sandmann« ist wahrlich keine leichte, dafür aber umso faszinierendere Kost. Regisseur Dariusch Yazdkhasti, der bereits zum 18. Mal am Theater Kiel inszeniert, bringt das Kunstmärchen nun auf die große Bühne des Kieler Schauspielhauses.

Gemeinsam mit Dramaturg Tristan Benzmüller sowie den Ensemblemitgliedern Tomte Heer (Nathanael) und Jennifer Böhm (Clara/Olimpia) gab er beim VorOrt am Sonntag, 12. April, einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die letzte Inszenierung der aktuellen Spielzeit. Im Mittelpunkt stand dabei die Figur des Nathanael, dessen Suche nach Antworten und innerer Verarbeitung ihn immer tiefer in einen Strudel aus Vereinsamung und Realitätsverlust führt.

Zugleich wurden spannende Bezüge zur Gegenwart gezogen, etwa zu den Auswirkungen von Algorithmen und künstlicher Intelligenz auf die Wahrnehmung heutiger junger Menschen.
Eine eindeutige Antwort auf die Frage, ob Nathanael in seiner Verzweiflung als »wahnsinnig«zu bezeichnen ist, wurde vom Kreativteam bewusst nicht gegeben – was umso neugieriger darauf macht, sich selbst ein Bild zu machen.

Premiere ist am 24. April.

In Zusammenarbeit des Theater Kiel mit der Gesellschaft der Freunde des Theaters in Kiel e.V.