Rückblick

Operncafé "Idomeneo - Re di Creta"

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Am 20. Juni fand im ersten Foyer des Opernhauses das letzte Operncafé dieser Spielzeit statt. Im Mittelpunkt stand die kommende Premiere von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Idomeneo, Re di Creta«.

Regisseur Immo Karaman, Bühnenbildner Fabian Posca und der musikalische Leiter Felix Pätzold gaben im Gespräch mit Dramaturg Ulrich Frey erste tiefgehende Einblicke in die neue Inszenierung.

Das Regie-Duo ist dem Kieler Publikum bereits durch die Produktionen »Samson und Dalila« und »Don Carlos« bekannt. Für Karaman und Posca bildet »Idomeneo« gewissermaßen den Abschluss einer Trilogie. Die Geschichte des kretischen Königs Idomeneo nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg greift zentrale Themen auf, die bereits in den beiden vorherigen Inszenierungen eine wichtige Rolle spielten: Macht, Verantwortung, Schuld und Versöhnung. In der Auseinandersetzung mit der griechischen Mythologie wird deutlich, wie zeitlos diese Fragen sind. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Menschen in schwierigen und existenziellen Situationen miteinander umgehen.

 

Auch musikalisch gab es viel zu entdecken. Felix Pätzold erläuterte am Klavier Besonderheiten von Mozarts Kompositionsstil und zeigte, wie sich manche musikalischen Ideen und Ausdrucksformen später auch in Werken wie »Die Zauberflöte« wiederfinden. Dabei wurde deutlich, welch außergewöhnliche musikalische Reife Mozart bereits mit nur 24 Jahren in seiner ersten großen Oper erreichte.

 

Für besondere Momente sorgten die musikalischen Beiträge von Clara Fréjacques (Idamante) und Dashuai Chen (Idomeneo), die mit Ausschnitten aus ihren Partien einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Aufführung gaben. Darüber hinaus konnten die Besucherinnen und Besucher Bühnenbildentwürfe sowie Faksimiles von Mozarts handschriftlichen Noten betrachten. (Im Foto: Noten der Aria »Fuor del mar«, die Besucher*innen des Operncafés genießen durften).

 

Nach diesem informativen und inspirierenden Nachmittag ist die Vorfreude auf die Premiere am 4. Juli umso größer.