Am Samstag, 21. Februar fand im Jungen Theater im Werftpark der EinBlick zur Produktion des Stückes »Fred und ich« statt.
Eigentlich ein Stück für Jugendliche, war dieser EinBlick so interessant, dass fast die Hälfte der anwesenden Besucherinnen und Besucher aus Erwachsenen bestand. Basierend auf dem Roman »Fred und ich« von Lena Hach, der 2024 für den Deutscher Jugendliteraturpreis nominiert war und für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren empfohlen wird, greift das Junge Theater eine Thematik auf, die generationenübergreifend berührt und zu neuen Erkenntnissen führen kann: Nähe und Freundschaft, die Verarbeitung von Verlust und Trauer, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Geschlecht sowie der Mut zur eigenen Identität.
Die Regisseurin Astrid Großgasteiger entwickelt mit ihrem Team aus Schauspielerinnen und Schauspielern, Bühnenbild und Lichtdramaturgie eine Theateradaptation, die diese Themen auf einfühlsame Weise erfahrbar macht. Dabei nutzt sie Mittel, die dem Theater zur Verfügung stehen, etwa die Doppelidentität der Protagonistin Anni, die von ihrer einwöchigen Begegnung mit Fred erzählt, sowie ihr Alter Ego »Echo«, das ihr inneres Erleben und ihre Reflexionen wiedergibt.
Außerdem zeigte die Regisseurin dem Publikum den Einsatz des flexiblen Bühnenbildes und der Lichteffekte zur Unterstützung der Atmosphäre im Verlauf des Stückes. Die Schauspielerin Elli Frank und der Schauspieler Julian Melcher lasen aus dem Text von Lena Hach vor einem Publikum, das im Anschluss mit zahlreichen Fragen großes Interesse zeigte.
Der informative EinBlick hat die Neugier auf das gesamte Stück geweckt, das am 7. März Premiere feiert.
In Zusammenarbeit des Theater Kiel mit der Gesellschaft der Freunde des Theaters in Kiel e.V.